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Etwas ist faul mit unserem Geld! (frei nach William Shakespeare)

Was wir wollen

Unsere Geldordnung verursacht schwerwiegende wirtschaftliche Probleme und verstärkt die soziale Schieflage. Finanzblasen, Bankenkrisen, Staatsschuldenkrisen und dubiose Rettungsaktionen halten uns in Atem. Hinzu kommt eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Was ist faul mit unserem Geld? Wir wollen aufklären und für eine stabile und gerechte Geldordnung werben.

Warum wir eine neue Geldordnung brauchen

  • Geld entsteht heute durch die Kreditvergabe der Banken. Mit jedem neuen Kredit wird zusätzliches Geld (“Giralgeld”) geschaffen und dem Girokonto des Kreditnehmers gutgeschrieben. Diese Giralgeldschöpfung der Banken ist nicht gesetzlich geregelt und unterläuft das Geldschöpfungsmonopol des Staates. Wir fordern, die Giralgeldschöpfung der Banken zu beenden und das Geldschöpfungsmonopol einer unabhängigen vierten Staatsgewalt zu übertragen – der “Monetative”.

  • Giralgeld ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern ein Zahlungsversprechen der kontoführenden Bank. Deshalb geht es bei einer Insolvenz der Bank verloren. Der Volksmund weiß: Nur Bares ist Wahres. Auch das Einlagensicherungssystem der Banken bietet nur einen trügerischen Schutz. Wir fordern eine Geldordnung, bei der das Geld auf Girokonten gesetzliches Zahlungsmittel ist und nicht zur Insolvenzmasse der Banken gehört. Dann gilt: Auch Unbares ist Wahres.

  • Die Giralgeldschöpfung durch Kreditvergabe erfolgt nach dem Rendite-Kalkül der Banken. Da Kreditzinsen ihre wichtigste Einnahmequelle sind, neigen Banken in guten Zeiten dazu, zu viele Kredite zu vergeben. Dies führt zu Kreditblasen und in der Folge zu Finanzkrisen. In einer Krise sitzen die Banken dann auf faulen Krediten und müssen ihre Kreditvergabe über Gebühr einschränken. Ein ständiges Auf und Ab. Erst zuviel, dann zu wenig. Boom und Bust. Wir fordern eine Geldordnung, die eine stabile Geldversorgung sicherstellt und Boom-Bust-Zyklen verhindert.

  • Langfristig führt die rendite-orientierte Giralgeldschöpfung zu einem überproportionalen Anwachsen der Giralgeldmenge. Dieses Geld kommt überwiegend den Vermögenden zugute, die über entsprechende Kreditsicherheiten verfügen und deshalb bevorzugte Kreditnehmer der Banken sind. Da ein Großteil dieser Kredite zum spekulativen Kauf von Immobilien verwendet wird, steigen die Immobilienpreise so stark an, dass immer weitere Kreise der Bevölkerung vom Immobilienmarkt ausgeschlossen werden. Wir fordern ein Ende der übermäßigen Geldschöpfung zugunsten der Vermögenden (“Cantillon-Effekt”).

  • Obwohl das Geldschöpfungsmonopol eigentlich beim Staat liegt, nimmt der Staat Kredite bei Banken auf und zahlt dafür Zinsen, obwohl die Banken dieses Geld durch einen einfachen Eintrag in ihre Bücher ohne Aufwand erzeugen. Ein Unding! Wir fordern, dass Kredite an staatliche Einrichtungen von einer “Monetative” zinslos bereitgestellt werden. Für den Fall, dass durch wirtschaftliches Wachstum eine dauerhafte Erhöhung der Geldmenge nötig wird, soll dieses Geld über staatliche Ausgaben in Umlauf gebracht werden.